1. Reisebericht - Abfahrt in ein großes Abenteuer

Das Ziel in der Hand und die Vorfreude im Herzen: Die Traumtourer nach Peking.

18:04.2017 - Es ist 8 Uhr morgens, die Sonne scheint in Düsseldorf – und dennoch ist es ungemütlich frostig für diese Jahreszeit. Aber wenn man das Messegelände betritt, wird jedem echten Caravaning-Fan gleich ein wenig warm ums Herz. Denn vor Halle 4 stehen sie bereits wie am Schnürchen aufgezogen: Die privaten Reisemobile der Traumtourer nach Peking.

Direkt nach den Ostertagen brechen heute 39 Menschen aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz in ein unfassbares Abenteuer auf. Die Gruppe will pünktlich zur All in Caravaning in Peking angekommen sein. Und richtig: Sie werden nicht etwa fliegen – sondern nach China fahren! Begleitet werden sie dabei von dem beliebten und quirligen Traumtouren-Kino-Star Kostya Abert.

Abenteurer Andreas zeigt es: Es geht zur All in CARAVANING – der kleinen Schwester des CARAVAN SALON.

Bereits in ein paar Tagen werden die Traumtourer Warschau, Riga und Moskau gesehen haben. Sie werden danach durch das gewaltige Wolgadelta fahren, um bei Astrakhan die Grenze zu Kasachstan zu überqueren. Hier öffnet sich die Tür zu Asien, das unsere Gruppe mit einer grenzenlosen, rauen und einsamen Steppe begrüßen wird.

Von der Faszination der unendlichen Weite geht es schnurstracks weiter in ein Märchen aus tausend und einer Nacht. Auf der legendären Seidenstraße wird der Treck die orientalischen Perlen Chiwa, Buchara und Samarkand durchqueren. Dann geht es durch Usbekistan und Kirgistan – um in der ehemaligen Karawanserei Taschrabat auf 3.300 Metern Höhe die große Grenze zu erreichen. Die Reisemobilisten setzen ihre Reifen an diesem Punkt zum ersten Mal in das Reich der Mitte.

In China wird die Gruppe dann zwischen den Hängen des nördlichen Himalaya und des Tarimbeckens in Richtung Trans-Taklamakan fahren. Hier erwartet sie die „Wüste ohne Wiederkehr“, die sie auf schwimmendem Asphalt durchqueren – eines der aufwändigsten Straßenbauprojekte Chinas. Dunhuang mit dem Mondsichelsee, mächtige Dünen und die berühmten Buddha-Grotten sind weitere Highlights, die den Abenteurern die Sprache verschlagen werden.
Und auch danach jagt ein Highlight das nächste: Das mystische tibetische Hochland, die alte Stadt Xian mit der weltberühmten Terrakotta-Armee, die monumentalen Buddhastatuen der Longmengrotten, der Pagodenwald im Shaolinkloster von Luoyang oder die Karstgebirgswelt hinter Shennong. Nach sieben Wochen und 10.000 Kilometern voller unvergesslicher Eindrücke werden unsere Traumtourer schließlich Peking erreichen und auf der 7. All in CARAVANING, der „kleinen Schwester“ des CARAVAN SALON, einen fulminanten Empfang genießen!

Ganz unterschiedliche Menschen und Fahrzeuge machen sich auf den Weg ins Reich der Mitte.

Gerd und Conny: Wir begleiten das Paar aus Grevenbroich bei ihrem bisher größten Abenteuer.

Doch das alles scheint noch weit weg, als sich die Gruppe am reichhaltigen Frühstücksbuffet der Messe Düsseldorf stärkt. Conny und Gerd erzählen bei einem Kaffee, wie sie überhaupt auf die Idee kamen, an einer derartigen Tour teilzunehmen. Seit 1986 zelebrieren sie das mobile Reisen – erst mit einem Caravan, dann mit einem Reisemobil. Auch längere Touren durch Marokko oder Skandinavien waren schon dabei, aber noch nie eine derart aufsehenerregende Reise. „Wir waren letztes Jahr in Norwegen am Arctic Surf Beach als wir ein österreichisches Paar trafen, das die Traumtour nach Peking machen wollte. Von da an hat uns das wochenlang verfolgt. Wie ein Mückenstich, der einen nicht mehr loslässt. Dann haben wir uns Weihnachten ganz plötzlich entschieden: Wir müssen einfach mitfahren!“ Auf die Frage, worauf sie sich am meisten freuen, antwortet Conny ohne zu überlegen „auf die unendliche Weite der Mongolei“. Gerd zieht es eher in die Höhe: „Ich freue mich auf die Berge – je höher, desto besser!“ Angst hätten die beiden nicht, im Gegenteil. Das einzige, was sie nicht einschätzen könnten, sei so lange mit Menschen, die sie noch nicht kennen, unterwegs zu sein. „Aber man kann sich jederzeit zurückziehen und wie fahren ja auch keine Kolonne, sondern alleine und sammeln uns etappenweise.“ Nach dem Frühstück gibt Kostya in gewohnt launiger Weise eine erste Einführung und sagt schließlich den einen Satz, auf den alle so lange gewartet haben. „Dann fahren wir los“.

Es ist also soweit! Nach und nach verlassen die Traumtourer die International Lounge, sie steigen in ihre Fahrzeuge, lassen den Motor an und verlassen unter dem Winken von Messemitarbeitern, Freunden und Verwandten das Gelände.

Und so startet sie hier: Die Traumtour nach Peking. Gute Fahrt liebe Abenteurer: Wir sind gespannt auf eure Berichte von einer sicherlich unvergesslichen Reise!