Reisemobil oder Caravan, das ist hier die Frage

Wer Freiheit und Unabhängigkeit liebt, der schätzt die Vorzüge des mobilen Reisens. Bevor Sie sich auf den Weg machen, müssen Sie sich jedoch als erstes fragen, mit welchem Fahrzeug Sie das tun möchten. Sind Sie eher der Reisemobil- oder doch eher der Caravan-Typ? Für alle, die das noch nicht wissen, möchten wir hier die wesentlichen Unterschiede sowie die jeweiligen Vor- und Nachteile erläutern.

Was ist eigentlich was?

Kurz zur Definition: Ein Caravan (Wohnwagen) ist ein Anhänger mit einer Wohnungseinrichtung, die an der Anhängerkupplung eines Pkw befestigt werden kann.


Ein eigener Antrieb beim Caravan fehlt. Ein Reisemobil oder Wohnmobil ist hingegen ein einheitliches Kraftfahrzeug mit Wohnungseinrichtung.

Die größten Stärken des Caravan

Um den Caravan zu ziehen, brauchen Sie ein geeignetes Zugfahrzeug mit ausreichend PS. Ist das vorhanden, sorgt es sogleich für einen wesentlichen Vorteil des Reisens mit Caravan: Sie können Ihren Pkw am Urlaubsort auch separat einsetzen. Einfach den Caravan auf dem Campingplatz abstellen und los geht’s. Ausflüge über holprige enge Serpentinen oder Touren in alte Städtchen ohne Stellplatz-Infrastruktur sind so auch ohne Mietwagen problemlos möglich.

Wer sich ein Fahrzeug kaufen möchte, stellt sich natürlich auch die Preisfrage. Und da ist die Lage eindeutig: Ein Caravan ist günstiger zu haben als ein Reisemobil. Kleine Einsteigermodelle werden bereits ab angeboten. Für ein kompaktes Reisemobil mit Grundausstattung muss man hingegen ab 35.000 Euro* auf den Tisch legen. Auch der Wertverlust ist beim Caravan deutlich geringer als beim Reisemobil. Da der Caravan über keinen eigenen Antrieb verfügt, ist er zudem wartungsärmer als ein Reisemobil. Steuern und Versicherung fallen ebenfalls geringer aus. In Punkto Wirtschaftlichkeit hat der Caravan also die Nase vorn.

Damit punktet das Reisemobil

Spontan mal in das Fahrzeug springen und eine Kurzreise machen. Oder gleich die große Abenteuer-Tour in weit entfernte Länder? Hier punktet das Reisemobil im Vergleich zum Caravan. Das Fahrzeug ist direkt einsatzbereit. Das teilweise aufwendige An- und Abkuppeln des Wohnwagens entfällt.

Zudem ist das Reisemobil in der Regel leichter zu navigieren. Beim Caravan befindet sich nämlich ein schwingendes Gewicht am PKW, mit dem das Steuern vor der ersten Tour geübt werden sollte. Bei abschüssigem Gelände wirkt der Caravan als schiebende Kraft. Stärkeres Bremsen und sanfteres Beschleunigen ist daher nötig. Beim Reisemobil entfällt dieses Element und das Fahrzeug kann einfacher und schneller gefahren werden.

Vorteile gibt es auch beim Übernachten: Reisemobilisten können ein wachsendes Netz günstiger oder sogar kostenloser Stellplätze benutzen. Das Abstellen von Wohnwagen ist auf diesen Stellplätzen häufig nicht erlaubt. Auch wenn man sich darüber streiten kann, ob das gerecht oder sinnvoll ist, stellt diese Tatsache einen weiteren Pluspunkt für das Reisemobil dar.

Zuletzt ein nicht zu verachtender Punkt: Reisemobile sind momentan in. Auch wenn das Image des Fahrzeugs eigentlich keine Rolle beim Kauf spielen sollte: Trends beeinflussen Kaufentscheidungen – auch von Caravanern.

Finden Sie es heraus

Letztlich muss jeder alle Faktoren abwägen und seine ganz persönliche Entscheidung treffen. Am besten Sie probieren beide Fahrzeugtypen in der Praxis aus: Also probefahren beziehungsweise mieten. Und dann erst kaufen. Und egal ob Reisemobil oder Caravan: Freuen Sie sich jetzt schon auf die Freiheit des mobilen Reisens! 

 *Quelle: Caravaning Industrie Verband (CIVD)

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