09.07.2014

Ticino Turismo Associazione Campeggi Ticinesi Campingverband Tessin

Tessin. Auf der Sonnenseite des Lebens.

“Sie ist wunderbar schön, und vom Alpinen bis ganz zum Südlichen ist alles da”, schwärmte Nobelpreisträger Hermann Hesse von seiner Wahlheimat Tessin. War er nach eigenem Bekunden „ein kleiner, abgebrannter Literat“, als er 1919 ins Tessin übersiedelte, so blühte er in Montagnola oberhalb von Lugano auf. Auf der Collina d’Oro, dem „Goldhügel“, verfasste er Weltliteratur wie „Siddhartha“, „Der Steppenwolf“ oder „Narziss und Goldmund“.


Inspirieren liess sich Hesse von der abwechslungsreichen Seen- und Berglandschaft in den südlichen Voralpen. Diese Kulisse begeisterte die Besucher schon in der Belle Epoque. Die 1882 eröffnete Gotthard-Bahn öffnete dem Fremdenverkehr im südlichsten Kanton der Schweiz die Pforten. Die Zahl der Hotels verzehnfachte sich zwischen 1880 und 1912 von 20 auf 208, und jene der verfügbaren Betten erhöhte sich von 1400 auf 7700.


Nun steht das Tessin, durch das stets ein Hauch von Italien weht, erneut vor einer verkehrstechnischen Revolution. Mit der Inbetriebnahme des 57 Kilometer langen Gotthard-Basistunnels im Jahr 2016 wird sich die Reisezeit zwischen Lugano und Zürich auf knapp zwei Stunden verkürzen. Man gelangt also viel schneller in jene Gegend, über die Hesse schrieb: „Hier scheint die Sonne inniger, und die Berge sind röter, hier wächst Kastanie und Wein, Mandel und Feige, und die Menschen sind gut, gesittet und freundlich…“


Seitdem ist zwar viel Wasser in den Luganersee und in den Lago Maggiore geflossen, aber der Reiz der Tessiner Landschaft ist geblieben. Um für das neue Zeitalter, das mit der NEAT beginnt, gewappnet zu sein, wurden in den vergangenen Monaten Hunderte von Millionen Franken investiert. Es entstanden neue Hotels, Pensionen, Restaurants, Museen, Freizeitparks und weitere touristische Attraktionen (vgl. Zusammenstellung auf den folgenden Seiten).


Damit erfüllt das Tessin auch in Zukunft die höchsten Erwartungen seiner Gäste und bleibt somit ein idealer Ort für erholsame Tage fernab des grauen Alltages. Schliesslich lief Hesse hier nicht von ungefähr zur Höchstform auf.


Das Tessin erfindet sich neu.


Touristische Neuheiten.


Schon in der Belle Epoque begeisterte das Tessin mit seiner kontrastreichen Seen- und Berglandschaft die Besucher. Seitdem hat sich der südlichste Kanton der Schweiz, durch den stets ein Hauch von Italien weht, ständig dem Lauf der Zeit angepasst. In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche Neuheiten realisiert.


FREIZEITATTRAKTIONEN


► Splash e Spa Tamaro


Der im Juni 2013 eröffnete Splash e Spa Tamaro gilt als modernster und innovativster Wasserpark Europas. Ein Besucher verbraucht nicht mehr als eine halbe Badewanne voll Wasser – und bekommt dennoch jede Menge Action, Spass und Erholung geboten.


www.splashespa.ch


► Lido di Locarno


Das altehrwürdige Lido di Locarno am Ufer des Lago Maggiore wurde im Jahr 2009 in einen ganzjährig geöffneten Wasserpark umgewandelt. Im Sommer 2013 wurde die Anlage um einen Wellnessbereich erweitert: Die Termali Salini & Spa bieten Natur-Solebäder, Saunen, Kneipp-Anlagen, Spa-Räume sowie Bistros.


www.lidolocarno.ch


► Centro Evolution


Die schroffen Felswände im Tessin sind für Sportkletterer eine beliebte Herausforderung. Als Ergänzung zu den unzähligen Gneis- und Granitblöcken im Freien gibt es seit April 2013 in Taverne eine Kletterhalle mit hundert Kletterrouten und fünfzig Boulderpassagen.


www.evolutioncenter.ch


MUSEEN / KULTURELLE INSTITUTIONEN


► LAC – Lugano Arte e Cultura


Lugano will sich noch mehr als Kulturstadt profilieren. Das LAC – das Kürzel steht für Lugano Arte e Cultura – lässt sich die grösste Stadt im Tessin mehr kosten als jedes andere bisherige Projekt. Allein die Investitionen der öffentlichen Hand belaufen sich auf 169 Mio. Franken. Das neue Wahrzeichen soll im Herbst 2015 eröffnet werden.


www.luganolac.ch


► Castello San Materno


Das Castello San Materno in Ascona, das die Gemeinde 1987 von den Erben der legendären Tänzerin Charlotte Bara erwarb, ist kunstvoll renoviert und in ein Museum umgewandelt worden. Seit April 2014 werden in dem historischen Gebäude Werke von deutschen Expressionisten aus der Sammlung der Kulturstiftung Kurt Alten gezeigt.


www.ascona.ch


► Museo dei fossili


Aufgrund seiner bis zu 230 Millionen Jahre alten Fossilienfunde wurde der Monte San Giorgio von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Ein Teil der Funde kann seit Herbst 2012 im neuen Besucherzentrum in Meride besichtigt werden. Es wurde nach den Plänen des einheimischen Stararchitekten Mario Botta realisiert.


www.montesangiorgio.org


► Sasso San Gottardo


Die ehemals streng geheime Befestigungsanlage Sasso San Gottardo auf dem Gotthard-Pass ist in einen Themenpark umgewandelt worden. Seit Herbst 2012 wird dem Besucher hier nicht nur der Mythos Gotthard vor Augen geführt, sondern es werden ihm auch Themen wie Mobilität, Wasser, Energie, Wetter, Klima und Sicherheit näher gebracht. Die Promotoren sehen in Sasso San Gottardo einen „Leuchtturm für den nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen im 21. Jahrhundert“.


www.sasso-sangottardo.ch


NATURPARKS


► Parco Nazionale del Locarnese


Im Jahre 2015 ist die Eröffnung des Parco Nazionale del Locarnese vorgesehen. Das Gelände dieses Nationalparks reicht von den Brissago-Insel im Lago Maggiore bis zum Gipfel des 2863 Meter hohen Wandfluhhorns und wechselt dabei von einem subtropischen zu einem alpinen Klima. Ziel ist es, diese aussergewöhnlich schöne Natur- und Kulturlandschaft, zu der u.a. das Centovalli, das Onsernone-Tal und das Walserdorf Bosco Gurin gehören, nachhaltig zu schützen und aufzuwerten. Im Gegensatz zum bisher einzigen Schweizer Nationalpark im Engadin, einem klassischen Naturreservat, werden dem Menschen im Parco Nazionale del Locarnese Arbeits- und Lebensräume zugestanden.


www.parconazionale.ch


► Parc Adula


Nebst dem Parco Nazionale del Locarnese hat auch das Projekt Parc Adula vom Bund das Label “Nationalpark-Kandidat” erhalten. Die Region um den 3402 Meter hohen Adula ist eine der grössten zusammenhängenden Naturlandschaften der Schweiz ohne bedeutende menschliche Eingriffe. Der Park, der im Jahr 2015 eingerichtet werden soll, umfasst die grossen Talschaften am Rande der Kantone Graubünden und Tessin: das Blenio-Tal, Teile der Surselva und des Hinterrheins sowie das Misox. Vielfältig sind nicht nur die Flora und Fauna, auch hinsichtlich der Sprachen und Kulturen bildet der Parc Adula einen bunten Mix: Im Süden und Osten spricht man Italienisch, im Norden Deutsch und Rätoromanisch.


www.parcadula.ch


► Percorso del cemento


Die Breggia-Schlucht, der erste Geo-Park der Schweiz, lädt zu einer speziellen Zeitreise ein: die vom Fluss Breggia freigelegten Felsformationen dokumentieren fast lückenlos einen Zeitbogen von hundert Millionen Jahren, was im Alpenraum einmalig ist. Die ehemalige Zementfabrik im Parkgelände wurde mittlerweile zurückgebaut und ein didaktischer Lehrpfad angelegt, der dem Besucher die Herstellung des Zements erklärt. Der im 2013 eröffnete Percorso del cemento beinhaltet auch eine Führung in die unterirdischen Stollen, in denen einst der Kalkstein abgebaut wurde.


www.percorsodelcemento.ch


HOTELS


► Resort Collina d’Oro, Agra


Aus dem im Jahr 1913 von der Stiftung Deutsche Heilstätte gegründeten Sanatorium, in dem sich einst Tuberkulosepatienten wie Sven Stolpe, Erich Kästner und Bertolt Brecht erholten, ist ein Wellaging-Resort geworden. Es verbindet auf einmalige Art und Weise Luxus mit Wellness. Die im März 2013 eröffnete Anlage umfasst 16 Doppelzimmer, 30 Suiten und 43 Appartements mit Hotelservice.


www.resortcollinadoro.ch


► Kurhaus Cademario, Cademario


Pünktlich zum 100-Jahr-Jubiläum, das dieses Jahr begangen wird, ist das Kurhaus Cademario nach einer dreijährigen Umbauphase wiedereröffnet worden. Zum neuen Aushängeschild ist der 2000 Quadratmeter grosse Spa- und Wellnessbereich avanciert. Dieser umfasst ein Sole-Kontrastbad, Salzgrotte, Hamam, türkisches Dampfbad, Biosauna, Frigidarium, Eisbrunnen, Gegenstromanlage sowie Sprudelbänke.


www.kurhauscademario.com


► La Claustra, Gotthard-Pass


Das Felsenhotel La Claustra auf dem Gotthard-Pass ist im Mai 2013 neu eröffnet worden. Es befindet sich in der stillgelegten Artilleriefestung San Carlo. Der auf 2500 M.ü.M. gelegene Komplex umfasst ein Hotel mit 17 modern eingerichteten Zimmern, Dampfbad und Wassergrotte, Seminar- und Tagungsräume sowie einen Restaurationsbetrieb.


www.claustra.ch


► Hotel La Rinascente, Locarno


Das Hotel La Rinascente, das im März 2012 eröffnet wurde, befindet sich in einem historischen Gebäude mitten in der Altstadt von Locarno, nur wenige Fussminuten von der berühmten Piazza Grande entfernt, wo im Sommer jeweils das Filmfestival und die Konzertreihe Moon & Stars stattfindet. Den Gästen stehen 16 Doppelzimmer sowie ein Restaurant mit einer idyllischen Terrasse zur Verfügung.


www.larinascente.ch


► Caffè Albergo Carcani, Ascona


Mit dem Albergo-Caffè Carcani hat an Ostern 2012 ein neues Mittelklassehotel in Ascona seine Pforten geöffnet. Das 3-Sterne-Boutique-Hotel mit seinen 29 Zimmern befindet sich an der Uferpromenade mit wunderbarer Sicht auf den Lago Maggiore und die Inseln von Brissago. Es gehört zur Tschuggen Group, die in Ascona auch das 5-Sterne-Haus Eden Roc betreibt.


www.carcani.ch


► Giardino Lago, Minusio


Giardino Lago heisst die neue Dependance des 5-Sterne-Hotels Giardino in Ascona. Das Boutique-Hotel direkt am Seeufer in Minusio verfügt über 14 Zimmer und eine Suite. Dolce-Vita-Stimmung herrscht auf der 400 Quadratmeter grossen Roof Lounge, von wo aus man einen spektakulären Blick auf den Lago Maggiore und die umgebenden Berge geniesst.


www.giardino-lago.ch


► Villa Orselina, Locarno


Für Hoteldirektor und Pächter Christoph Schlosser war es „eine der spektakulärsten Neueröffnungen der Schweiz“. Die Rede ist vom 5-Sterne-Hotel Villa Orselina, das im Juli 2012 nach einer Umbauphase neu eröffnet wurde. In der liebevoll renovierten Villa Orselina blickt man von allen 28 Zimmern, Ecken und (Liege-)Ebenen fasziniert auf den Lago Maggiore und die Berge. Kylie Minogue mag übrigens Suite 544.


www.villaorselina.ch


► La Barca Blu, Locarno-Orselina


Seit April 2014 verfügt die Villa Orselina auch noch über eine Dependance: La Barca Blu, das blaue Boot, nennt sich das 3-Sterne-Hotel, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindet.


www.barcablu.ch


► Casa Borgo, Locarno


Die Casa Borgo in Locarno, ein Gebäude aus dem Jahr 1550 am Rande der Altstadt, wurde sorgfältig renoviert und in ein B&B umgewandelt. Das Frühstück wird im hauseigenen Café serviert. Dabei handelt es sich laut dem Architekten Francesco Garufi um „eine Mischung aus dem Caffè Florian in Venedig, dem Gambrinus in Neapel und dem Tommaseo in Triest“.


www.casaborgo.ch


► Garni Muralto, Locarno-Muralto


Der Unternehmer Rahim Houshmand hat rund drei Millionen Franken in die Renovation des 3-Sterne-Hauses Garni Muralto investiert. Das Garni-Hotel beim Bahnhof Locarno wurde im April 2013 neu eröffnet. Die zwanzig Zimmer in der Villa aus dem 19. Jahrhundert genügen nun höchsten Qualitätsansprüchen.


www.hotelmuralto.ch


► Albergo Gabbani, Lugano


Zum Gastrobetrieb Gabbani, der mit seinen riesigen Salami seit 1937 ein beliebtes Fotosujet in der Altstadt von Lugano bildet, gehört seit 2012 auch ein Design-Hotel. Es befindet sich in einem ehemaligen Frauenkloster und verfügt über 14 Zimmer, die allesamt thematisch gestaltet sind. Thematisiert werden der Duft und der Geschmack der Lebensmittel, die bei Gabbani seit jeher erhältlich sind.


www.gabbani.com


► Ibis/Novotel, Lugano


Seit Juli 2012 ist die Accor-Gruppe auch in Lugano präsent. Unter einem Dach, aber mit separaten Eingängen, befinden sich ein 4-Sterne-Novotel mit 96 Zimmern, ein Ibis-Hotel (2 Sterne) mit 70 Zimmern sowie ein Ibis-Budget-Hotel mit 83 Zimmern. Es handelt sich um den grössten Hotelkomplex im Tessin.


www.accorhotels.com


► Hotel Internazionale, Bellinzona


Das Hotel Internazionale beim Bahnhof Bellinzona, das seit 1872 Gäste empfängt, wurde in mehreren Etappen total renoviert. Seit April 2013 verfügt es auch über einen 250 Quadratmeter grossen Wellness- und Spa-Bereich.


www.hotel-internazionale.ch


► Locanda Fior di Campo, Campo Vallemaggia


Die Locanda Fior di Campo ist mehr als bloss eine Herberge – es handelt sich um ein Projekt, welches das Ziel verfolgt, das 40-Seelen-Dorf Campo Vallemaggia im Rovana-Tal neu aufblühen zu lassen. Deshalb der Name Fiore („Blume“). Das auf 1290 M.ü.M. gelegene Campo, wo einst über tausend Menschen lebten, ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen, sowohl im Sommer als auch im Winter. Die im Juli 2014 eröffnete Locanda Fior di Campo verfügt über zehn Zimmer, einen gut sortierten Weinkeller und ein Restaurant, in dem vorwiegend einheimische Gerichte aufgetischt werden. Abwechslung bringen zudem eine Bocciabahn sowie – im Winter – ein Kinderskilift.


www.fiordicampo.ch


► Acquarossa Terme Family Grand Hotel, Acquarossa


Die seit 1971 geschlossenen Thermalbäder von Acquarossa im Blenio-Tal stehen vor einer Renaissance. Das Acquarossa Terme Family Grand Hotel Resort soll zum ersten exklusiven, auf Familien ausgerichteten Erholungsort in der Schweiz avancieren. Geplant wird das 4-Sterne-Superior-Hotel vom preisgekrönten Architektenstudio TaylorSnell. Es will die herrliche Landschaft mit den einzigartigen Thermalquellen von Acquarossa nutzen, um einen komfortablen und luxuriösen ganzjährigen Erholungsort zu errichten, der von Leading Family Hotels verwaltet wird. Geplant sind 140 Familienappartements, zwei Restaurants sowie ein 3000 Quadratmeter umfassender Bade-, Spa- und Wellnessbereich.


www.acquarossaterme.com


► Monte Generoso, Mendrisio


Auf dem Aussichtsberg Monte Generoso entsteht ein Highlight – im wahrsten Sinne des Wortes. Auf dem 1700 Meter hohen Gipfel wird ein neues Hotel-Restaurant gebaut, das im Jahr 2016 eröffnet werden soll. Die Pläne für den Neubau stammen von Mario Botta, der mit der Kirche Santa Maria degli Angeli bereits auf dem Monte Tamaro ein architektonisches Ausrufezeichen gesetzt hat.


www.montegeneroso.ch


Ausstellerdatenblatt